Die Online-Kulturzeitung für Stuttgart und Umgebung


Heinzes Tipps des Monats

Lesezeit: 2 Minuten

Das SWR Vokalensemble, Foto: Claus Mellenthin

 

Wo muss man nach Ansicht von Petra Heinze im Juli hin? Zur „Institution“, zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung der Staatsoper und zum SWR Vokalensemble.

 

Schaudepot – Spezial, 2. Juli, 14 bis 20 Uhr, Die Institution

„Die Institution“ ist ein charmanter Ort im Stuttgarter Süden. In ihrem „Schaudepot“ kann man stöbern wie in einer Bibliothek und zahlreiche Performances online betrachten oder analog nachrecherchieren (wir berichteten). Manchmal öffnet sich das Unternehmen zum „Schaudepot – Spezial“ und zeigt neue und ausgewählte Performances live. Diesmal ist „Das Festival“ von Herbordt/Mohren darunter; es besteht aus einer Sammlung unmöglich realisierbarer Beiträge zum Programm. Eine Anmeldung ist obligat unter info@die-institution.org 

Szenen aus Goethes Faust, 11. Juli, 19.30 Uhr, Forum am Schlosspark

Robert Schumanns Faust-Szenen habe ich noch nie gehört und bin gespannt auf diesen Hybrid zwischen Kantate und Oratorium, Sinfonik und Oper: „Wie Schlaglichter löste er einzelne Szenen aus den beiden Teilen der Dichtung heraus und vertonte sie“, steht im Ankündigungstext. Ursprünglich war eine szenische Aufführung geplant. Nun treten das Ensemble der Staatsoper Stuttgart, der Staatsopernchor samt Kinderchor und das Staatsorchester im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg sowie in der Liederhalle an drei Abenden konzertant auf. www.staatsoper-stuttgart.de

Erbarmen?, 31. Juli, 18 Uhr, Liederhalle

Schon der Titel macht in unserer Zeit sehr neugierig: Erbarmen mit Fragezeichen. Das SWR Vokalensemble feiert dieses Jahr seinen 75. Geburtstag und beschließt die Saison mit einem großen Konzert geistlicher Musik. Neben Frank Martins doppelchöriger Messe erklingen die acht geistlichen Gesänge von Max Reger, „Jesus erbarme Dich“ von Claude Vivier sowie „Consolation II“ von Helmut Lachenmann. Basierend auf dem Wessobrunner Schöpfungsgedicht, ist hier besonders die Behandlung des Textes spannend: Er ist nicht mehr unmittelbar verständlich, teilt sich aber trotzdem mit. http://www.swr.de/swrclassic


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Aktuelle Beiträge

  • Harbuschs Tipps des Monats
    Ute Harbuschs Veranstaltungstipps für Februar ermuntern uns, über die Rolle der Musik in politischen und sozialen Zusammenhängen nachzudenken. Kann das Komponieren, Zusammenstellen und nicht zuletzt das (singende) Aufführen von Musik die Welt verändern oder sie sogar verbessern?
  • Wie war’s bei den Phillies mit Filmmusik ohne Film?
    Kurze Werke junger Filmmusik-Komponist:innen von der Filmakademie Baden-Württemberg präsentierten die Stuttgarter Philharmoniker unter der Leitung von Frank Strobel im Gustav-Siegle-Haus in großer Besetzung. Ute Harbusch war dabei und sprach mit Petra Heinze darüber.
  • Hört mehr Klassik! Die Gauthier Dance Juniors im Theaterhaus
    „Radical Classical“ heißt das Motto: Sieben eigenwillige Choreografien zu klassischer Musik präsentieren die Nachwuchsstalente von Eric Gauthier im Theaterhaus. Dazu gibt es kurze Videos von Künstler:innen der Klassikszene. Unsere Autorin Angela Reinhardt war bei der Premiere.
  • Liedprogamm der IHWA: Ein Glück, dass wir Schubert haben
    Tieftraurig und zu jung gestorben – das soll Franz Schubert sein? Gar nicht, findet unser Autor Holger Schneider, der einem Liedprogramm der Hugo-Wolf-Akademie (IHWA) mit Samuel Hasselhorn (Bild) und Ammiel Bushakevitz lauschte: kein Kitsch, kein Klischee, nur riesiges Glück.
  • Das Winterrätsel: Wer schrieb das?
    Ich glaube nicht, dass der Krieg nur von den Großen, von den Regierenden und Kapitalisten gemacht wird. Nein, der kleine Mann ist ebenso dafür. Sonst hätten sich die Völker schon längst dagegen erhoben!