Von Petra Heinze
Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, werde ich 2028 sterben. Dabei bin ich noch gar nicht so alt: 1970 erblickte ich das Licht der Welt am zentralsten Ort Stuttgarts. Gezeugt hatten mich drei Herren, die im Nachkriegsdeutschland einen modernen Kontrast zur historischen Umgebung schaffen wollten. Da stehe ich nun: Quadratisch, praktisch, gut und helfe den Stuttgarter:innen, schlauer zu werden. Leider wuchs 2005 ein weiterer Kubus neben mir aus dem Boden, der fortan als schöner, größer und leichter empfunden wurde. Ich sah plötzlich alt aus. Aber ich bin eine Berühmtheit: Laut einer Markterhebung kennen mich 98 Prozent aller Stuttgarter:innen. Und sollte man mit Berühmtheiten nicht besser pfleglich umgehen?
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Foto: Pixabay


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