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Heinzes Tipps des Monats

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Manche Institutionen erweitern schlau ihr Publikum mit Veranstaltungen, die man dort nicht erwarten würde: Das Stadtpalais lädt zum Mitsingen ein (Bild), und das Kunstmuseum führt eine Kammeroper auf.  Zudem setzt Heinrich Steinfest im Literaturhaus zum Seitenhieb auf den Turbokapitalismus an.

Sie halten sich für unbegabt und singen eigentlich nur unter der Dusche? Dann ist dieses Mitmach-Event vielleicht genau das Richtige: Seit mehr als fünf Jahren trifft sich der Offene Chor des Musikwerks Stuttgart im Stadtpalais. Rund 100 Menschen kommen spontan oder regelmäßig vorbei, nehmen sich Notenhefte vom Stapel und legen los.

Chorleiter Arnd Pohlmann verbindet Singanfänger:innen und langjährige Chorsänger:innen zu einem gut gelaunten vierstimmigen Pop-Chor. Inzwischen sind auch zahlreiche Instrumentalist:innen dabei. Gesungen werden Popsongs von Taylor Swift, Queen, Billie Eilish, Dua Lipa, Beatles, Oasis, The Cure, Spin Doctors und Fanta 4. Go for it!

https://musikwerk-stuttgart.de/offener-chor und https://www.stadtpalais-stuttgart.de/

„The Great Wayfinders I–IX (Höhlenmusik)“ erkundet die Bedeutung von Digitalität mittels Höhlenforschung und wirft einen Blick aus der Zukunft zurück in unsere Gegenwart: Gemeinsam mit dem Künstler Tim Berresheim hat der Komponist Marcus Schmickler eine Erzählung erdacht, nach der wir uns heute noch ganz am Anfang einer neuen Epoche befinden – der des digitalen Zeitalters.

In einigen Jahrhunderten wird man vielleicht einmal von unserer Zeit als „digitaler Steinzeit“ reden, deren Anfänge noch unbeholfen und archaisch wirken… Das Ensemble Musikfabrik, die Neuen Vocalsolisten Stuttgart (Bild) und Schmicklers charakteristische, synthetische Computermusik wollen diese Kammeroper zum Erlebnis machen.

https://www.kunstmuseum-stuttgart.de

Er hat lange in Stuttgart gelebt und zahlreiche seiner Romane im Literaturhaus vorgestellt. Nun liest Heinrich Steinfest dort aus seinem neuen Buch „Das schwarze Manuskript“ und spricht mit der Literaturkritikerin Katharina Borchardt darüber. Man kann seine skurrilen Werke auch als Anleitungen zum Glücklichsein sehen.

„Das schwarze Manuskript“ dreht sich um einen Aussteiger: Den Vorstandsvorsitzenden eines globalen Konzerns langweilt sein unerhörter Reichtum derart, dass er alles aufgibt und als einfacher Tourist quer durch Europa einem verschwundenen Manuskript nachjagt. Vielleicht sollte Friedrich Merz das mal lesen…

https://www.literaturhaus-stuttgart.de

Fotos: Offener Chor – Alina Martin, Neue Vocalsolisten – Martin Sigmund, Heinrich Steinfest – Robert Marcus Klump


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